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Historisches der SG Dynamo Dresden

Alle Tore der SG Dynamo Dresden in der 1.Fussball Bundesliga aus den Jahren von 1991-1995

 

Teil 1

 

Teil 2

Teil 3

 

Teil 4

 

 

Teil 5

 

Teil 6

 

 

Teil 7

 

FDGB Pokalfinale 8.Juni 1985 FDGB Pokalfinale 8.Juni 1985

BFC Dynamo - SG Dynamo Dresden 2:3 (0:1)

Tore: 0:1 Döschner  1:1 Thom  1:2 Stübner  1:3 Minge  2:3 Ernst

Teil 1

Teil 2

Bayer 05 Uerdingen - SG Dynamo Dresden 7:3 (0:2)

Das Gewitter schien verzogen. Herget und Feldkamp, Kapitän und Trainer, hatten sich ausgesprochen. Herget bleibt bis 1987 in Uerdingen. Doch nach 55 Sekunden schon hatte der Blitz im Uerdinger Gehäuse eingeschlagen. Ralf Minge, im Hinspiel verletzt, köpfte einen Eckball aus sechs Metern unbedrängt ins lange Eck. 0:1 - schon das Aus für Bayer? Die Antwort: Ein wahrer Sturmlauf.
Nach 13 Minuten in diesem 13. deutsch-deutschen Duell gelang Wolfgang Funkel der Ausgleich - ebenfalls per
Kopf. Wie hatte noch Atli Edvaldsson, diesmal nur auf der Reservebank, geunkt: *Diese Partie wird in der Luft entschieden." Zwei Kopfballtore hatte es schon gegeben. Dazu Uerdinger Angriffswirbel und Dresdner Konter. Stübner traf nur das Außennetz (17.), Jakubowski rettete per Fußabwehr gegen Schäfer (20.), Trautmann und Pilz klärten bei einem Funkel-Kopfball auf der Linie (22.). Warum nur Trainer Feldkampf Wolfgang Funkel gegen Sammer stellte, bleibt sein Geheimnis. Dresdens Konter blieben gefährlich. Und saßen. 35. Minute: 1:2 durch Lippmann mit seinem fünften Europacup-Treffer nach Paß von Häfner. 42. Minute: 1:3, ein Eigentor von Bommer, der Kirstens Schuss unhaltbar abfälschte. *Das ist nicht mehr zu schaffen", stöhnte Bayerns Vize Ulrich Krücker, während sich Dresdens Präsident Horst Arlt genüsslich die Hände rieb: *Das läuft phantastisch." Falko Götz, beim Werksnachbarn Leverkusen unter Vertrag: *6:3 müssten sie gewinnen, das scheint mir illusorisch." Trotzdem resignierte Bayer nicht. Dresden, jetzt mit Ramme statt des verletzten Jakubowski zwischen den Pfosten, kam nicht mehr zum Luftholen. Das 2:3 war eine Funkel-Gemeinschaftsproduktion. Foul von Minge an Friedhelm, Wolfgang verwandelt den Strafstoß. Nun ging's Schlag auf Schlag. 63. Minute: 3:3 durch Gudmundsson. 65. Minute: 4:3 durch Schäfer, Dörners Abwehrversuch kam zu spät. *Nur noch zwei", brüllten die 27 000 Zuschauer euphorisch. Kann sich Uerdingen doch noch die 8000-Mark-Siegprämie sichern oder zieht doch Dresden erstmals in der Vereinsgeschichte ins Halbfinale ein? Die Dramatik nahm zu, bis auf den Siedepunkt. Ramme unter Dauerbeschuss. Keiner hätte mehr einen Pfifferling auf Bayer gesetzt. 5:3 Dietmar Klinger, für Raschid gekommen, trifft nach herrlichem Solo. Eine Minute später tatsächlich das 6:3. Dörner rettete per Handspiel, Wolfgang Funkel behielt die Nerven. Und ihm liefen die Tränen über die Wangen. Vor Freude, vor Nervenanspannung. Vollack steht in seinem Strafraum, feuert die Zuschauer an. Denn jetzt stürmt nur noch Dresden. Und kontert Bayer. Über Schäfer, der allein vor Ramme steht, im zweiten Versuch trifft. 7:3 - auch bei ihm rollen die Freudentränen. Unglaublich, unvorstellbar, was für eine grandiose Aufholjagd. Wolfgang Funkel heulend: *Das ist wie ein Wunder!"
Bayer Uerdingen:
Vollack, Herget, Dämgen, W. Funkel - Bommer, Feilzer, F. Funkel, Raschid, Buttgereit - Schäfer, Gudmundsson - Trainer: Feldkamp.

Dynamo Dresden:
Jakubowski - Dörner - Trautmann, Döschner - Häfner, Minge, Kirsten, Pilz, Stübner - Sammer, Lippmann -Trainer: Sammer.

Ausgewechselt:
52. Klinger für Raschid, 74. Loontiens für Gudmundsson - 29. Gütschow für Sammer, 46. Ramme für Jakubowski.

Tore:
0:1 Minge (1.), 1:1 W. Funkel (13.), 1:2 Lippmann (35.), 1:3 Eigentor Bommer (42.), 2:3 W. Funkel per Foulelfmeter (58.), 3:3 Gudmundsson (63.),
4:3 Schäfer (65.), 5:3 Klinger (78.), 6:3 W. Funkel per Handelfmeter (79.), 7:3 Schäfer (86.)

Schiedsrichter: Nemeth (Ungarn)
Zuschauer: 22 000
Gelbe Karten: Schäfer, Herget, W. Funkel - Pilz, Stübner
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20.03.1985 SK Rapid Wien - SG Dynamo Dresden

Das DEUTSCHE SPORTECHO berichtete über das Debakel am 20.03.1985 am Folgetag

Nach diesem Angriffswirbel der Wiener kam das klare Aus


Pokalsieger: Viertelfinal-Rückspiel SK Rapid Wien - Dynamo Dresden 5:0 (3:0)


DDR-Pokalsieger Dynamo Dresden hat auch im laufenden Europapokalwettbewerb –diese mal bei den
Pokalsiegern – das Halbfinale nicht erreicht. Im Viertelfina-lRückspiel zogen sie gestern unerwartet klar mit 0:5 (0:3) den kürzeren.
Sie gaben damit noch die verheissungsvolle Ausgangsposition preis, die sie sich vor zwei Wochen mit
einem überzeugenden 3:0-Heimsieg geschaffen hatten. Alle wussten, was von der Startphase dieses entscheidenden Treffens abhängen würde; denn Rapid benötigte ein schnelles Tor, um bei der Aufholjagd nicht in Zeitnot zu geraten. Und die Gastgeber entschieden praktisch auch in der Startphase den Verlauf der weiteren Partie, da sie nach 16 Minuten bereits mit 2:0 führten, wobei ihnen beim Foulstrafstoß zum 1:0 allerdings Schiedsrichter Delmer unfreiwillig Pate stand, der einen Sturz Pacults im Strafraum der Dynamo-Abwehr ankreidete, obwohl Krankl der Schuldige war. Doch obwohl Dynamo in der 12. Minute
durch Minge die Möglichkeit zum Ausgleich hatte, war schon hier nicht zu übersehen, daß die Dresdner an diesem Abend mehr mit ihren Nerven zu kämpfen hatten, als für den Verlauf des Spielesgut sein konnte. Rapid schlug daraus auf seine Art Kapital. Vor allem das Sturmspiel der Wiener über die Flügel, in das sich auch wechselseitig immer wieder Willfurth
und Lainer einschalteten, stellte die Elbestädter immer wieder vor Rätsel. Die Folge waren leichtfertig verursachte Freistösse, die wiederum Panenka, der in Dresden gefehlt hatte, die Möglichkeiten gab, auf unnachahmliche Art seine Mannschaftskameraden in Szene zu setzen. Er war praktisch an allen Toren der ersten Halbzeit beteiligt: zum einen schoss er den Strafstoss an den Pfosten, den Pacult dann im Nachschuss über die Linie drückte, beim 2:0 lieferte Lainer die Freistoßvorlage massgerecht auf den Kopf, das 3:0 schliesslich besorgte er selber, als er das Durcheinander einer völlig konfusen Dresdner Deckung kalt ausnutzte. Wer auf eine Wende nach der Pause gehofft hatte, sah sich aus Dresdner Sicht erneut enttäuscht. Obwohl Rapid nun dem hohen Tempo der ersten 45 Minuten Tribut zollen musste, kam Dynamo dennoch nicht besser ins Spiel. Wieder war es Panenka, der nach 68 Minuten einen Freistoss an die Latte jagte und damit die Schlussoffensive der Gastgeber einläutete. Nur eine Minute später legte Schuster den vorn auftauchenden Brauneder, so dass der Unparteiische erneut – diesmal berechtigt – auf den ominösen Punkt zeigte: 4:0. Und als Krankl zehn Minuten später nach einem groben Fehler Döschners frei zum Schuss kam, „bedankte" sich der österreichische Rekordtorschütze mit einem glasharten 22-m-Flachschuss zum 5:0. Damit war der Traum zum Einzug unter die letzten vier in diesem Pokalwettbewerb ausgeträumt, damit hatte sich auch die letzte der ursprünglich vier DDR-Klubmannschaften für diese Saison vom internationalen Fussballgeschehen verabschiedet. Doch am Sonnabend werden gegen den FC Vorwärts Frankfurt schon die Weichen für die kommende Saison gestellt ...

Rapid Wien: Feurer – Lainer, Garger, Brauneder, Weber, Panenka, Kranjcar, Willfurth (V), Krankl, Brucic, Pacult.

Dynamo Dresden: Jakubowski – Trautmann, Dörner, Schuster, Döschner (V), Häfner, Stübner, Pilz (ab 82. Losert), Kirsten, Minge, Gütschow
(ab 53. Lippmann).

Schiedsrichter: Alain Delmer (Frankreich). – Zuschauer: 15 000.

Torfolge: 1:0 Pacult (3./Foulstrafstoß), 2:0 Lainer (16.), 3:0 Panenka (36.), 4:0 Panenka (69./Foulstrafstoß), 5:0 Krankl (79.)
 
20.03.1991  Viertelfinalrückspiel Europapokal der Landesmeister

SG Dynamo Dresden - Roter Stern Belgrad  1:2 (1:0)
Spielabbruch in der 78.Minute
Nach dem 3:0 im Hinspiel schien schon alles für Belgrad gelaufen zu sein. Doch Fussball-Dresden hatte
schon einige tolle Europapokalabende erlebt. Es fing auch gut an. Nach einem Handspiel im Strafraum verwandelte Torsten Gütschow schon nach 2 Minuten den fälligen Straftstoss zum 1:0. Das war aber nur ein Strohfeuer, denn die Gäste aus Belgrad diktierten das Spiel über weite Strecken. Dynamo rannte zwar wild an, hatte aber keine Ideen und wirkte in seinen Aktionen planlos.
Die Überlegenheit und Souveränität der Gäste spiegelte sich nach der Pause auch in 2 Toren wieder.
Nach den Toren von Savicevic und Pancev wurde es unruhig auf den Rängen. Sportlich war die Sache längst entscheiden, so verlegte sich der Handlungsort auf die Ränge. Es kam zu Ausschreitungen. Steine, Raketen, Mülltonnen und vieles andere flogen auf das Spielfeld. Erst ein viel zu spät kommender Wasserwerfer konnte die Situation mit Hilfe von hunderten Polizisten beruhigen. Was folgte war ein Spielabbruch in der 78.Minute, der eine internationale Sperre für Dynamo zur Folge hatte. Außerdem warf der Abbruch schwarzes Licht über Fussball-Elbflorenz.
Zuschauer:
11.000
Torschützen:
1:0 Torsten Gütschow (2.min, Handelfmeter)
1:1 Savicevic (53.min)
1:2 Pancev (69.min)
Schiedsrichter:
Aladren (Spanien)
Dynamo Dresden:   Köhler - Trautmann, Lieberam, Büttner, Hauptmann, Schößler, Stübner, Pilz, Scholz, Gütschow (57.Allievi), Rösler (57. Minge)
 
Roter Stern Belgrad:  Stojanovic - Belodedic, Sabanadzovic, Radinovic 
(72. Marovic), Najdoski, Savicevic, Prosinecki, Jugovic, Mihailovic (75. Stosic), Pancev, Binic
FDGB Pokal-Finale am 01. Mai 1982 in Berlin
SG Dynamo Dresden - BFC Dynamo  1:1 n.V. 6:5 n.E. 
 
Die nüchterne Sprache der Zahlen in den zwei Stunden dieses Spiels sprach eindeutig für den BFC Dynamo: 24:9 Torschüsse, 33:14 Freistöße, 13:1 Eckbälle. Und doch: Den Pokal holte sich Dynamos Dresden. Ein Finale mit einem wenig logisch scheinenden Ausgang? Alles andere als das: Dynamo Dresden gewann schließlich verdient, auch dann, wenn bei Entscheidungen, die durch ein Elfmeterschießen herbeigeführt werden müssen, meist die Begriffe Glück und Pech strapaziert werden, das Wenn und Hätte in den Diskussionen eine Rolle spielt.Zum einen schien Dynamos Dresden abgeklärter, ruhiger, nervenstärker zu agieren. Zum anderen legten die Außenverteidiger Schuster und Mittag die Flügelflitzer Netz und Riediger an die Kette, nahmen so den BFC einiges von seinem Angriffselan. Zum dritten steigerten sich einige Dresdner in den entscheidenden Phasen ungemein; ob das nun Jakubowski war oder Schmuck, Minge oder auch Pilz, der die Zentnerlasten beim letzten Elfmeter abschüttelte wie ein Hund das Wasser. Und schließlich wirkte Dynamo Dresden geschlossener, hatte zwar auch schwächere Akteure in den schwarz-gelben Reihen, doch das fiel nicht so stark ins Gewicht wie die wenig überzeugenden Leistungen von Ernst oder Netz oder Sträßer auf der anderen Seite, weil jeder die Zähne zusammenbiss, trotz teilweise ungenügender spielerischer Ausstrahlung seinen Kampfgeist in die Waagschale warf. Was indes anderseits nicht heißt, die BFC-Spieler haben es am kämpferischen Einsatz vermissen lassen....(Anmerkung: In den ersten 45. Minuten wurde kein Pokal-Feuerwerk abgebrannt, beide Neutralisierten sich)...Das änderte sich erst nach dem Wechsel, als die Dresdner sich konsequenter an ihre mehr spielakzentuirter Linie hielten. Der Lohn folgte sofort. Pilz jagte einen Freistoß aufs Tor. Rudwaleit faustete ab. "Ich köpfte seitlich in die Mitte", meinte Libero Schmuck, und der zum ersten Male Vorstopper spielende Trautmann vollendet mit einem Direktschuss.
Der Rückstand war das Signal für den BFC. Druckvoll, stürmisch reagierte er. Doch Troppa (54.), Noack (56.), Terletzki (57.) schossen, Jakubowski
parierte alles. Backs, Terletzki, auch Trieloff und Troppa taten viel für die Offensive, doch es fehlte zum Elan der kühle Kopf. So mußte der BFC auf den zehnten Eckball warten, erneut eine Standardsituation, um die Verlängerung erzwingen zu können. "Trieloff köpfte den Ball aufs Tor, ich spritzte dazwischen und lenkte ihn mit dem Kopf ins Netz", schilderte Riediger die Szene.Die Aufholjagd des BFC hatte Kräfte gekostet, physisch wie psychisch. Dennoch überraschte es, daß die Dresdner zunächst wieder die Initiative ergriffen, nachdem sie nach ihren 1:0 zu abwartend wirkten. Minges Chance (91.), Heidlers Solo (93.) ließen die Anhänger der Schwarz-Gelben in Freude und Enttäuschung ausbrechen. Der BFC antwortete
postwendend, als Ernst endlich einmal beherzt abschoss, Jakubowski gedankenschnell reagierte (96.) Und dann der Elfmeter-Hit, der ale in seinen
Bann zog, der einem der Jüngsten, der zu den Besten seiner Elf zählte, die wohl bisher größte Enttäuschung brachte: Backs scheiterte an einem Besseren.
Zuschauer: 48.000  Stadion der Weltjugend
Referee: Kulicke (Oderberg)
Tore: 1:0 Trautmann (51.), 1:1 Riediger (85.)
Es.: 1:2 Ullrich, 2:2 Mittag, 2:3 Ernst, 3:3 Schmuck, Backs - Jakubowski hält, 4:3 Trautmann, 4:4 Troppa, 5:4 Gütschow,
5:5 Terletzki, 6:5 Pilz
SG Dynamo Dresden
Jakubowski - Schmuck - Schuster, Trautmann, Mittag - Häfner, Pilz, Schade - Schülbe (ab 75. Gütschow), Minge, Heidler
Trainer: Prautzsch
BFC Dynamo
Rudwaleit - Trieloff - Noack, Troppa, Ullrich - Terletzki, Ernst, Backs - Riediger, Sträßer, Netz (ab 75. B. Schulz)
Trainer: Bogs

 

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